Kieselholz-Bergung am Kyffhäuser

 

Am 21.9.2016 entdeckte Sammlerfreund Carsten beim Ablaufen von fundträchtigen Perm-Fundstellen am Fuße des Kyffhäusers einen größeren Brocken Kieselholz, zu schwer und unhandlich für eine „1-Mann Bergung“.
Da das Stück sich nach seiner Schätzung mit mehr als 130 kg auch für 2 Mann nicht unbedingt zum Tragen über eine längere Strecke aufdrängte, mussten wir uns für den Transport über die Ackerkrume etwas Anderes einfallen lassen.

Am 23.9.2016 machten wir uns auf den Weg zum Fundort um das Stammstück zu bergen. In Kelbra legten wir eine kurze Pause ein um ein leckeres Eis zu schlecken und dabei die Kieselholzpyramide mit umlaufender Sitzfläche eingehend zu bewundern.

Die Fundsituation die Carsten vorgefunden hatte (Bild links).

Eine Pyramide aus Kieselhölzern der Region wurde in Kelbra zu Ehren des 1880 verstorbenen Brauereibesitzers und Mäzens Eduard Joch errichtet (Bild rechts oben).

Detailaufnahme aus dieser Pyramide (Bild rechts).

 

 

 

 

Zunächst haben wir das Fundstück rundherum freigegraben um dann seitlich mit einem schweren Brecheisen unter den Brocken zu kommen. Frei nach der Weisheit „gewaltig ist des Sammlers Kraft wenn er mit langem Hebel schafft“ war das Stück auch schon beim ersten Versuch frei und konnte schon mal aufgerichtet werden.

 

Nachdem die Sitzprobe befriedigend ausgefallen war, konnten wir unseren Spezialschlitten zum Einsatz bringen (ein stabiler „Popo-Rutscher“ für den Wintersport). Mit 2 Spanngurten als Geschirr für die 2-beinigen Zugpferde, schleppten wir unsere Beute in 8 Etappen bis zum Auto.

 

Nach mühsamen Schleppen (mehr als 200m) bis zum Auto, positionieren und sichern auf der vorbereiteten Spezialpalette, hochwuchten über die schiefe Ebene aus stabilen Leisten ins Fahrzeug, war nach ca. 1,5 Std., der Einsatz mit Erfolg beendet. Zum Abschluss nochmal der Blick zurück auf unserer Schleifspur.
Sieht aus als hätte ein „Gastropode giganteum“ eine Schleimspur vom Kaiser Wilhelm Nationaldenkmal zu unserem Auto gezogen.


Im Vergleich mit den Hölzern die wir in den Vorgärten in Tilleda gesehen haben ist das geborgene Fundstück nur ein Zwerg. Es steht jetzt in meinem Garten und ist mit Abmessungen von 60*50*30 cm ein toller Blickfang.

Vielen Dank an Carsten für die Überlassung des dekorativen Garten-Schmuckstücks.

Wolfgang

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